Meine leuchtende Tron-Tasche

Als Natalie von Lottapeppermint mich anschrieb, ob ich an einer Geek N Nerd Love Linkparty mitmachen möchte, habe ich erst mal spontan zugesagt. Nerdige Basteleien klingen cool, hab ich schon mal gemacht, bekomme ich hin, dachte ich.

NerdNGeekLove Linkparty

Die Idee

Aber was mache ich denn überhaupt?
Nerdige Amigurumis habe ich schon ein paar gehäkelt… Wenn ich schon mitmache kann, ich ja auch mal etwas Neues machen.

Und was ich schon immer mal ausprobieren wollte, ist Elektronikteile mit Textilien zu kombinieren. Kennst du die Seite Adafruit? Die machen eine Menge Elektronik-Spielkram. Zum Beispiel leuchtende Turnschuhe, Ursulas Kette (aus Arielle) oder leuchtende Tardis Anhänger. Da schlägt das Geek-Herz höher! Dort habe ich auch die Idee mit der Tron-Tasche her. Ich muss zwar zugeben ich bin kein so großer Fan von den Filmen, aber die Optik ist schon sehr cool (und die Musik zum Zweiten von Daft Punk auch).

Naja, aber ein bisschen Respekt hatte ich dann schon vor dem Projekt. Wo bekomme ich die Teile am besten her? Wie bekomme ich die zusammen und zum Funktionieren? Muss ich da was löten?

Wie bringe ich die Tron-Tasche zum leuchten?

Aus der Anleitung von Adafruit wusste ich, dass ich sogenanntes „electroluminescent Wire“ kurz „EL-Wire“ (ich sag einfach mal Leuchtkabel dazu) und eine Stromquelle benötige. Da habe ich mich erst mal in ein paar online Shops schlau gemacht, was denn da zusammen passt.

Nach dem Video von Adafruit hatte ich geistig schon den Lötkolben rausgesucht, aber tatsächlich war das ganze Verkabeln mit den zusammengesuchten Teilen völlig simpel. Wer ein Handy laden kann, kann auch das. Batterien rein, Kabel anstöpseln, Knopf drücken: BÄM! Leuchtet.

Tron-Tasche Elektronik

(Akkus statt Batterien sind natürlich besser für die Umwelt. Der erfahrene Geek hat AA-Akkus, zum Beispiel für Konsolen Controller, sowieso im Hause)

Die Tasche

Die Tasche habe ich auch selbst genäht. Ich habe mich grob an diese Anleitung gehalten, aber die Größe angepasst, so dass ein DIN A4 Dokument rein passt. Außerdem habe ich den Reißverschluss oben weggelassen.

Die Tasche besteht von außen aus wasserundurchlässigem Oxford Stoff, der auch ein bisschen fester ist. Wasserundurchlässig, weil ich meine Sachen gern trocken habe bei Regen. Der Leuchtschlauch sollte etwas Wasser ab können, zumindest ist er für den Gebrauch im Freien geeignet (Quelle, englisch).

Zuerst hatte ich noch die Idee ich könnte ja noch als Futter einen derartigen Stoff mit Platinenmuster verwenden, aber das hätte dann vermutlich doch sowohl mein Zeit- als auch mein Geldbudget überschritten. Daher habe ich mich dann mit dunkelblauem Baumwollleinen für das Futter begnügt.

Innen hat die Tasche noch zwei Fächer für Handy und Portemonnaie, sowie ein Band, an dass ich meine Schlüssel einhängen kann. Das Batterie-Fach hat hinten einen Clip, daher habe ich in der Tasche an einer Seite ein Band eingenäht, an dem ich es dann befestigen kann.

Tron-Tasche Details

Nachdem die Tasche an sich dann fertig genäht war, habe ich mir ein Muster für das Kabel ausgedacht und zunächst mit Kreide vorgezeichnet. Das Leuchtkabel habe ich mit transparentem Garn an der Tasche festgenäht. Drei Meter, mit der Hand. Das hat ganz schön gedauert. Eventuell hätte man das mit viel Geschick mit der Maschine und einem Zickzackstich machen können, aber ich wollte es nicht riskieren in das Kabel zu nähen.

Fertig!

Und so sieht sie nun aus die Tron-Tasche! Einmal im Hellen (oder besser gesagt, mit Blitz, ganz so grell ist das Blau nicht)…

Tron Tasche bei Licht

und ein mal im Dunkeln mit Licht an.

Tron Tasche im Dunkeln

Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, letztendlich war es gar nicht so schwierig wie Anfangs gedacht. Im Nachhinein hätte ich den Träger noch gern verstellbar gemacht, aber so sollte es auch ganz gut gehen.

Materialquellen

Für den Fall, dass du ein ähnliches Projekt starten willst, habe ich hier noch mal meine Materialquellen aufgelistet:

9 Gedanken zu „Meine leuchtende Tron-Tasche

  • 5. September 2015 um 10:51
    Permalink

    Ich bin seeehr beeindruckt: ein DIY, für das man Elektronik braucht. Das ist doch mal was ^^
    Die Tasche mit den Leuchteffekten ist auf jeden Fall cool und die Filme muss ich mir jetzt glaub ich auch mal irgendwann anschauen.

    Liebste Grüße,
    Natalie

    Antworten
  • 5. September 2015 um 12:14
    Permalink

    Ok ich sehe das jetzt genau anders herum ein DIY mit Elektronik wozu ich erst eine Tasche nähen muss das würde meine Nähfähigkeiten bei weiten überschreiten xD
    Aber das Ergebnis sieht echt klasse aus! Ich kannte die Tasche von Adafruit aber wie du das Wire so filigran fest genäht hast toppt echt alles!

    Antworten
    • 5. September 2015 um 12:23
      Permalink

      Dankeschön, freut mich, dass dir die Tasche gefällt! Du könntest ja auch eine schlichte, fertige Tasche nehmen und da das Kabel drauf befestigen, geht auch ;)

      Antworten
  • 5. September 2015 um 13:49
    Permalink

    Äußerst großartig.
    Das darf ich meinem Freund nicht zeigen, sonst will der auch so eine… ;)

    Antworten
  • 5. September 2015 um 19:46
    Permalink

    Die ist ja genial! Coole Idee und sehr schön umgesetzt!

    Liebe Grüße, Jessica

    Antworten
  • 6. September 2015 um 08:45
    Permalink

    Oooooh, der Muss-Haben-Effekt bei mir ist riesig.
    Danke für die ganzen Links, ich denke ich werde zum nächsten Cyberpunk-Larp noch was basteln müssen :)

    Antworten
    • 13. September 2015 um 11:10
      Permalink

      :D Dann zeig mal was du bastelst, ich bin gespannt ;)

      Antworten
  • 6. September 2015 um 12:16
    Permalink

    Wow, wie genial ist diese Tasche!? total TRON, ich liebe diesen Film (aber vor allem den Soundtrack) – großartiges DIY Projekt!

    Antworten
  • 14. Oktober 2015 um 16:22
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    OMG! Wie genial ist die denn! Will-haben-Effekt endlos hoch.

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