Sollte ein Blog nur ein Thema haben?

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich bin momentan am planen, worüber ich nächstes Jahr bloggen möchte. Dieses Jahr hatte ich eigentlich geplant, einen Beitrag pro Woche zu schreiben, aber so ganz hat das nicht immer hin gehauen. Um das nächstes Jahr besser hinzubekommen, werkel ich gerade an einem Redaktionsplan!

Angeregt dazu hat mich die Rock Your Blog Challenge von Federführend Media. Mein Plan ist mittlerweile zwar nicht fertig, aber ich hab schon ein paar Ideen.

Doch viele Ratgeber und Tipps zum Bloggen, und auch diese Challenge, gehen davon aus oder raten dazu, dass man ein Überthema für seinen Blog hat, und das die Kategorien im Blog alle Unterthemen davon sind. Welcher Blogger hat den Satz „Finde deine Nische“ bitte noch nicht irgendwo gelesen? Und genau da hänge ich dann meistens fest. Was ist denn eigentlich mein Thema?

Wie alles begann…

Vor etwas mehr als 2 Jahren habe ich diesen Blog angefangen, eigentlich mehr für mich selbst. Denn ich habe immer viel zu spät angefangen mir meine Outfits fürs LARP zu nähen und musste dann Nachtschichten einlegen um noch rechtzeitig fertig zu werden. Meine Idee: Wenn ich das irgendwo mehr plane und vielleicht auch meinen möglicherweise vorhandenen Lesern Rechenschaft schuldig bin, bekomme ich das hoffentlich besser auf die Reihe. Außerdem habe ich mir immer gern Anleitungen und Bildern von selbstgemachten LARP Kostümen angesehen und wollte auch mal meine Sachen zeigen.

Naja, zu den Basteleien fürs LARP kamen auch Projekte für den Alltag dazu (ich gehe ja auch nicht ständig auf LARPs), nerdige Basteleien, Gedanken und allerlei anderes Zeug. So ist Grüne Würfel in alle möglichen Richtungen gewachsen. Wenn ich mal versuche alle bisherigen Beiträge zu sortieren, dann kommt ungefähr das dabei raus:

Themen auf Grüne Würfel
Zu den Themen in Klammern habe ich nur wenig Beiträge geschrieben.

Ein großes Überthema gibt es nicht so richtig. Was am dichtesten an ein Überthema herankommen würde, wäre vermutlich „Selbermachen für Nerds / Rollenspieler“. Aber was ist dann mit meinen Beiträgen zu anderen Themen?

Ist das wichtig?

Auf der anderen Seite kann man natürlich immer sagen „Hey, das ist mein Blog, ich schreibe worauf ich Bock habe“. Und auch Menschen sind doch so gestrickt, dass sie sich nicht nur für ein einziges Thema interessieren.

Aber sind Blogs, die sich nur auf ein Thema festgelegt haben erfolgreicher? Ich frage mich manchmal, ob ab und zu Leute über ein Alltags DIY auf meine Seite finden, sich dann umsehen und etwas zum Thema LARP finden und sich denken „Hä? Was soll das denn? Verstehe ich nicht“.

Wenn ich selbst Blogs lese und da sind halt mal Beiträge dazwischen, die mich nicht interessieren, finde ich das nicht weiter schlimm, dann lese ich die halt nicht. Aber wird der Blog dann einer meiner Lieblingsblogs? Vermutlich eher nicht.

Daher frage ich einfach mal hier:

Was meint ihr?

Was lest ihr lieber: einen Blog mit mehr Fokus auf ein Thema oder lieber einen Blog der querbeet schreibt?
Welche Themen interessieren euch hier am meisten?
Wozu würdet ihr gern mehr lesen?

9 Gedanken zu „Sollte ein Blog nur ein Thema haben?

  • 11. Dezember 2016 um 14:38
    Permalink

    Ich finde deinen Blog gut so, wie er ist – gut, mich interessieren auch genau die gleichen Themen :) Schreibe doch das, was dich interessiert! Das bloggen muss dir Spaß machen.
    Wer deinen Blog liest und mit einem Thema nichts anfangen kann, kann es ja eben ausnahmsweise nicht lesen.
    Wenn du meinst, du müsstest mehr strukturieren, kannst du die Themen ja in der Überschrift schon „Kabeln“, also mit Thema-Überschrift versehen.

    Und dränge dich bloß nicht, dass du genau einen Thread pro Woche brauchst. Ich mache das so, allerdings auch mit terminieren Threads – und bei mir artet das manchmal in „Freizeit-Stress“ aus. Ich habe viele Threads vorbereitet aber hinke habt stark damit hinterher, vernünftige Fotos zu haben… Manchmal macht mir das bloggen dann keinen Spaß – aber Spaß ist doch das, was man mit dem Blog haben möchte!

    Egal, ob du und dein Blog so bleiben wie jetzt oder ob daran was geändert wird: ich lese deinen Blog gerne, auch bei Themen, die mich sonst nicht so ansprechen – deine Art zu schreiben ist lesenswert!
    Und ich mag diese Art, deine Themen, deinen Blog!

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    • 12. Dezember 2016 um 20:29
      Permalink

      Hallo Wurzelgnomität,

      danke für dein Feedback :) Es freut mich sehr zu hören, dass dir mein Blog und meine Art zu schreiben gefällt! :)

      Was genau meinst du mit „Kabeln“ in der Überschrift? Dass man das Thema da direkt noch mal vorschreibt?

      Ich glaube, ich weiß, was du mit „Freizeit-Stress“ meinst. Ich möchte es zwar trotzdem weiterhin anpeilen, einen Beitrag pro Woche zu schreiben, aber wenn es nicht hinhaut, dann ist es halt so. Daran vernünftige Fotos von Bastelprojekten zu machen, hakt es bei mir auch oft. (Deshalb schreibe ich gern zwischendurch über etwas, wo ich keine Fotos machen brauche).

      Vermutlich hast du Recht, ich sollte einfach mehr so schreiben, wie ich Spaß dran habe. :)

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      • 12. Dezember 2016 um 23:23
        Permalink

        Mit „Kabeln“ meine ich „labeln“ – die Autokorrektur hat es mir zerschossen. Shame on me.
        So wie man Labels setzen kann, kannst du ja direkt in der Überschrift [DIY Larp], [Gedankensache], [Larp allgemein], [Nerd] oder so was rein nehmen. Dann weiß jeder direkt, um was es geht, z.B. auch bei Ansichten in Bloglovin oder ähnlichem.
        Das ist auch nur ein Vorschlag, mit selbst gefällt dein Blog so auch ganz gut und ich bin immer gespannt, was es neues zu lesen gibt, wenn ich bei Blogger sehr, dass du was neues geschrieben hast.

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  • 11. Dezember 2016 um 17:44
    Permalink

    Das ist immer mal Thema. Wie du auch schreibst, empfehlen viele, dass man sich auf ein Thema konzentriert. Als Blogger finde ich es mitunter schwer. Als Leser nicht. Manchmal stoße ich auf ein Blog durch die Googlesuche, der Artikel ist vielleicht super, ich geh auf die Startseite und finde nichts mehr was thematisch in die Richtung geht. Das war dann ein einmaliger Besuch, geht der Blog mehr auf für mich interessante Dinge ein, füge ich seinen Feed in meinen Reader ein und folge dem Autor unter Umständen auf Twitter.

    Aber dieses Problem sehe ich in diesem Blog nicht wirklich, habe eben nochmal die letzten Beiträgsüberschriften überflogen. Also wenn du wirklich eine vereinfachte Struktur für dich haben möchtest, dann mach doch DIY zu deinem zentralen Thema mit Schwerpunkten auf Themen wie LARP, Steampunk und Nerdiges. Das heißt du zäumst das Pferd von hinten auf und es wirkt schon viel aufgeräumter. Die Dinge in Klammern fasst du in einer Kategorie zusammen (Alltag oder so) und verschlagwortest nur die einzelnen Beiträge entsprechend (bei geringen Beitragsaufkommen lohnen sich keine Kategorien, Schlagworte reichen dafür aus). Die Grafik würde dann viel kompakter wirken. Von mir kenne ich es, dass so eine Neuordnung erfrischend wirkt, obwohl sich eigentlich nichts ändert. Ist eine Kopfsache, schätze ich.

    Antworten
    • 12. Dezember 2016 um 20:37
      Permalink

      Hey Sorben,

      ja, genau so geht mir das auch, wenn ich einen neuen Blog finde. Ich stöbere ein bisschen herum und wenn ich mehr finde, was mich interessiert, dann folge ich dem Blog und/oder der Person auf Twitter. Wenn ein Blog mal über was anderes als sonst schreibt, finde ich das teilweise auch ganz spannend, weil ich dann auf neue Themen stoße, mit denen ich mich sonst vermutlich gar nicht so beschäftigt habe.

      Also ich denke DIY wird auch definitiv ein zentrales Thema im Blog bleiben, ich weiß halt nur nicht so richtig wie ich mit „Ausreißerthemen“ umgehen soll. Vielleicht werfe ich die tatsächlich alle in eine grobe „Gedanken“ oder „Random“ Kategorie und der Rest sind Schlagworte… Da muss ich noch mal etwas drüber nachdenken und ein bisschen die Kategorien hin und her schieben. Danke für den Denkanstoß!

      Antworten
  • 11. Dezember 2016 um 22:19
    Permalink

    Ich finde deinen Blog eigentlich thematisch übersichtlich – ich habe ja dasselbe Thema „Nerd- und DIY-Blog“. Komplett monothematisch finde ich sogar oft zu wenig, reine Liverollenspiel-Blogs lese ich gar nicht so gern, weil ich da etwas mehr Abwechslung schön fände. Ebenso mag ich bei Beautyblogs z.B. Fitness dazwischen ganz gern – und wenn das Zweit-Thema mich nicht interessiert, klick ich eben weiter.
    Etwas Alltag (wie z.B. 7 Sachen oder sonstige Sonntagspost) lese ich bei jedem Blog zusätzlich gern, wenn es nicht die Mehrheit der Posts ausmacht und der/die Blogger/in interessant ist :)

    Ich bin sogar aktiv auf der Suche nach DIY- und Nerdblogs in der Kombination, wer also Tipps für mich hat … :D

    Antworten
    • 12. Dezember 2016 um 20:53
      Permalink

      Huhu Hana,

      stimmt, euer Blog hat ja auch mehrere Themen und das lese ich auch gern :) Ich lese aber auch gern Blogs, die nur ein Thema haben, das finde ich nicht langweilig, weil ich sowieso viele Blogs durcheinander lese.
      So 7-Sachen Posts mag ich zwischendurch auch mal lesen, nur so reine Tagebuch-Blogs interessieren mich meist nicht so. Ich glaube, ich mache einfach mal so weiter mit meinen gemischten Themen, danke für das Feedback :D

      Was die Lesetipps angeht: Hast du schon mal in meinen Blogroll geguckt? :)

      Antworten
  • 12. Dezember 2016 um 01:01
    Permalink

    Hallo Julia,

    letztendlich ist es mir tatsächlich egal, welchen thematischen Fokus jemand auf seinem oder ihrem Blog legt. Ich lese das was mich anspricht, und ob das nun ein Beitrag zu Brett-, Rollenspielen, LARP oder einem Schwank aus Deiner Jugend ist, spielt dabei eine total untergeordnete Rolle.

    Schreibe über das, was Dich bewegt und was Du loswerden möchtest und schreibe es in einem Rhythmus, der zu Dir passt. Sonst setzt Du Dich, so wie von Ihre Wurzelgnomität oben beschrieben nur unnötigt selbst unter Druck.

    Ich weiß selber, das es oft schwierig ist Gedanken in Artikeln niederzuschreiben. Scheue Dich nicht, Entwürfe anzulegen und gegebenenfalls ein oder zwei Tage später dorthin zurückzukehren. Es ist auch total natürlich, das man vielleicht mal über ein komplett anderes Thema schreiben möchte, weil einen etwas belastet und man es einfach loswerden muss.

    Dein Blog, Deine Regeln. So einfach ist es. :)

    Ich finde es auch gar nicht schlimm, wenn es mehrere Kategorien mit Unterkategorien gibt, Du könntest ansonsten noch überlegen, ob die eine oder andere nicht besser mit einem Schlagwörter(Tag) abgedenkt ist.

    Antworten
    • 12. Dezember 2016 um 21:24
      Permalink

      Hi Tim,

      danke für deinen Kommentar! Abgesehen vom Thema hängt es natürlich auch immer damit zusammen, wie jemand schreibt. Es gibt auch Blogs, wo mich die Themen zwar generell interessieren, aber der Blog mich dann trotzdem nicht mitreißen kann.

      Ja, ihr habt vermutlich beide recht: Ich sollte mich nicht nicht verrückt machen zu bestimmten Themen oder Zeiten zu bloggen, sondern das so zu machen, wie es passt und wie es mir Spaß macht :)

      Und ja, hab jede Menge Entwürfe :D Manchmal klappt das später noch mal Korrektur lesen und dann veröffentlichen ganz gut, manchmal bleibt der Entwurf dann auch als Entwurf hängen.

      Ja, ich werde, wie ich Sorben auch schon geschrieben hab, vermutlich mal gucken, ob ich die Themen etwas anders sortieren kann, aber generell bei mehreren Themen bleiben :)

      Antworten

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