Notizen gegen Perfektionismus beim Bloggen

Ich habe ja schon mal geschrieben, dass ich irgendwann so viele Tipps zum Thema Bloggen gelesen habe, dass ich mir manchmal selbst im Weg stehe. Es gibt so viele (selbst ernannte) Experten da draußen, die meinen was man unbedingt tun müsste, um erfolgreicher zu bloggen *augenroll*

Also mache ich mir jetzt meine eigenen Regeln! Mit Blackjack und … Für mehr Spaß am Bloggen!

  • Ich brauche keinen Newsletter!
  • Meine Posts müssen keine Mindest- oder Maximal-Länge haben
  • SEO kann manchmal ganz hilfreich sein, aber muss meiner Meinung nach nicht immer sein. Wenn ich zum Beispiel nur meinen Wochenrückblick schreibe, optimiere ich da nichts.
  • Beiträge sollten zwar gut sein, aber müssen nicht perfekt sein. Inhalte können schließlich auch später noch angepasst werden.
  • “Done is better then perfect”
  • Ich habe zwar Hauptthemen, aber keine Nische. Wenn ich mal Lust habe über was anderes zu schreiben, dann tue ich das auch. (Wobei ich manchmal befürchte Leute bei zu technischen Themen abzuhängen, ist das schlimm?)
  • Nein, ich werde nich nach jedem Satz einen Absatz machen, damit man meine Texte einfacher lesen kann. (Einer der beknacktesten Tipps die ich je gelesen habe. Wie sollen es denn bitte jemals Leute geschafft haben Bücher zu lesen? Die Aufmerksamkeitsspanne traue ich meinen Lesern schon zu)
  • Es müssen nicht alle Beiträge Fotos haben
  • Mehrwert wird überbewertet. Mehrwert ist relativ

14 Replies to “Notizen gegen Perfektionismus beim Bloggen

  1. Ich checke den Trend zu Newslettern nicht. Ich finde Blogger-Newsletter fürch-ter-lich! Newsletter sind mMn etwas für statische Seiten ohne Feed, die man nicht ohnehin schon abonniert … dass man Leute dann mit Freebies, Gewinnspielen o.ä. dazu bringen muss, den Newsletter zu abonnieren (in der Hoffnung, dass sie dann zu faul sind, den wieder zu deabonnieren) zeigt doch schon, dass das keiner braucht ;-P (sorry an alle Blognewsletter-Fans!)

    Und “nach jedem Satz einen Absatz” fände ich ganz furchtbar unleserlich. So einen Blog würde ich nie abonnieren!

    1. Eine Begründung, die für Newsletter gegeben wird, ist, dass man dann den Leuten darüber seinen Kram z.B. E-Books, Kurse, Schnittmuster etc. verkaufen kann. Das will ich aber alles gar nicht.
      Ich habe vor einer Weile eingerichtet, dass wenn man einen Kommentar schreibt, man Benachrichtigen für weitere Kommentare und für neue Beiträge abonnieren kann (da sind so zwei Checkboxen unter dem Button). Kommentare werden ab und zu Mal aboniert (da sehe ich nur zu welchem Beitrag und ne Zahl, nicht wer das war) aber Beiträge bisher noch nie!

  2. Ach, bla. Ich les solche Tipps schon gar nicht mehr, das kann einem echt den Spaß verderben. Ich schau immer gern bei dir vorbei.
    Newsletter finde ich auch häufig unnötig bei Blogs. Absätze sind zur sinnvollen(!) Unterteilung von Texten erfunden worden. Wenn der nach jedem Satz kommt, gibt es doch gar keinen Lesefluss mehr.
    Die Mehrwert Sache hat mich ja auch lange beschäftigt, bis ich mal drauf geachtet habe, welche Blogartikel ich selbst gern lese oder anschaue. Ja, relativ. Schreib, was du schreiben möchtest!
    Liebe Grüße,
    Ronja

  3. Genau, keine Zwänge!
    Und: “Nein, ich werde nich nach jedem Satz einen Absatz machen, damit man meine Texte einfacher lesen kann. ”
    Ja, das ist wirklich beknackt. Du sprichst mir aus der Seele. Danke! Fühl Dich geherzt und gedrückt. ;)

  4. Ich stimme dir da zu. Komplett. Newsletter? Ja, drüber nachgedacht, aber dann wieder verworfen. SEO? Super-kompliziert, genauso wie “mach ganz viele Zwischenüberschriften, setze alles in fett und mach Absätze nach jedem dritten Wort”. Nische? Krieg ich nicht hin, dafür explodiere ich viel zu viel durch die Gegend (wie ein Flummi mit ADS). Wenn ich deshalb nicht perfekt bin: ach, meinetwegen. Wenn ich deshalb nicht vom Bloggen leben kann: auch okay. Deshalb hab ich ja damalsTM nicht damit angefangen. Am Ende will ich Spaß dran haben und Leute glücklich machen. Und ich bin froh, wenn das andere auch so sehen. Danke für den Post. :)

    1. Naja, Freude am Schreiben ist auch SEO :-) Ich denke zum Einen Nischen zu suchen ist auch extrem schwierig, welche finden geht aber, dafür muss man eben viel veröffentlichen. Außerdem gibt es meiner (langjährigen) Erfahrung nach nicht DIE SEO, jedes Projekt ist einzigartig und punktet durch unterschiedliche Dinge, zum Beispiel Besucher, die die Artikel wirklich auch lesen, viele Kommentare, tolle Links usw. .. glaube das Falscheste was man machen kann, ist zu denken “das ist jetzt aber nicht SEO-komform”, wobei wir dann wieder beim Thema Perfektionismus wären. Hey und wenn ein Artikel richtig gut läuft, ohne dass man viel SEO betrieben hat, kann man ja dann doch immernoch optimieren, Updates machen usw usf :-)

  5. Ich mag Newsletter auch nicht! Ich habe einen Blog gefunden, der hat einen GARANTIERT einmal im Monat Newsletter angeboten. Das finde ich total ok, da kann man sich durchlesen, was in dem Monat an Beiträgen online gegangen ist. Aber ein Newsletter nach jedem Beitrag? Ohne mich! Besonders, wenn ich bedenke, dass wir gerade jeden Tag schreiben…
    Viele Grüße, Izabella

  6. Ich finde Deine Einstellung absolut klasse und Deine Liste hervorragend. Einen Punkt würde ich noch allen anderen voranstellen:

    Hab SPASS beim Bloggen.

    Will sagen: wenn Du gerade keine Lust dazu hast (oder kein Thema, über dass es sich zu schreiben lohnt), dann lass es einfach sein.

  7. Finde, das ist genau die richtige Einstellung, ich vergesse bei Zeiten manchmal auch den Spaß an der Sache, denke aber eben auch, dass Durchhaltewillen in solchen Phasen dann auch ein wenig sein muss…. und dann geht’s wieder von allein Bergauf. Weiter so mit Deinem Blog!

  8. Ich kann mich den Vorkommentaren nur anschließen. Danke für diese Liste. Viel bessere Tipps als sie alle Blog-Gurus zusammen je geben könnten.
    Newsletter, egal von wem, sind einfach nur nervig. Und wer erzählt denn bitte den Stuss mit nach jedem Satz einen Absatz machen?! Das ist doch einfach nur noch nervig zu lesen und verfehlt völlig den Sinn und Zweck von Absätzen.
    LG Lexa

  9. Guten Morgen,

    ja, 98% der Newsletter nerven mich auch… egal ob von Blogs oder Firmen. Daher habe ich da gar keine mehr abonniert und sobald einer in meinem Posteingang landen, wird direkt der “Unsubscribe”-Knopf gedrückt.
    Gerade bei Blogs ist es halt so, dass ja eh schon regelmäßig neue Inhalte / “News” veröffentlicht werden… und wenn ich die dann über den Feedreader, irgendeinen Social Media-Kanal oder durch schlichtes Aufrufen des Blogs eh schon kenne, dann braucht’s nicht nochmal eine Zusammenfassung… um sicherzustellen, dass man keine Beiträge verpasst, finde ich RSS viel sinnvoller als einen Newsletter.

    Wer empfiehlt denn, nach jedem Satz einen Absatz einzufügen?! Das ist ja völliger Stuss. Nach einzelnen kleinen Sinneinheiten, ja. Weil das Leseverhalten am Bildschirm tatsächlich ein anderes ist als bei Büchern und es am Bildschirm wirklich abschreckend wirkt, vor einer massiven Wand aus Text zu sitzen, ohne Absätze und Zeilenumbrüche. Aber das ist halt nur das andere Extrem – die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. ;-)

    Liebe Grüße
    Anne

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