Facebook oder nicht Facebook?

Irgendwann habe ich mir mal eine Facebook-Fan Seite zu diesem Blog gemacht, weil man “das halt so macht”. Ich fände es schon schön, wenn Leute hier vorbei kommen und Social Media ist halt ein Weg um das zu erreichen.

Dennoch geht mir die Facebook Fanseite seit einer Weile auf den Keks, und zwar weil:

  • ich Facebook wegen der allseits bekannten Datensammelwut eigentlich nicht so toll finde
  • ich es dort schwieriger finde Follower zu bekommen als auf anderen sozialen Medien (aktuell sind es 77 und wenn ich einen neuen Beitrag dort schreibe, sehen es vielleicht 20 davon, weil Facebook es nicht allen anzeigt…)
  • Aber das könnte ich natürlich ändern, indem ich *Überraschung* Geld ausgebe um auf Facebook Werbung zu schalten. Wie mir ständig angeboten wird… Ich möchte das aber nicht!
  • Facebook quengelt: Wenn ich mal ne Woche nichts auf der Fanseite schreibe, bekomme ich eine Nachricht “Deine Fans haben schon lange nichts mehr von dir gehört.” *Augen roll*

Gut, das ist nicht toll, aber ich kann damit leben. Also habe ich dort mal eine Umfrage gestartet, wie viele Leute mir noch woanders folgen (wenn mir Leute nur dort folgen, verliere ich sie evtl. als Leser, weil sie nicht über neue Beiträge informiert werden). Screenshot der Facebook Umfrage

19 Leute haben mir geantwortet und 84% (das sind 16 Leute) sagten, sie folgen mir nur auf Facebook. Na gut, dachte ich mir, dann mache ich hier halt weiter.

Nun gibt es aber was Neues! Es gibt nun ein Urteil, dass sowohl Facebook als auch die Seitenbetreiber für den Datenschutz von den Fanseiten verantwortlich sind (Beitrag von Heise.de). Als wenn man da als Seitenbetreiber viel Einfluss hätte…

Nachdem ich neulich schon am Datenschutz auf dem Blog gearbeitet habe, kommt nun so etwas. Sollte man also wegen der Facebook Seite abgemahnt werden, kann man mit Kosten von 5.000 Euro rechen!

“Wie soll ich mich verhalten? Soll ich meine Facebook-Seite schließen?

Wenn Sie jedwedes Risiko vermeiden möchten, dann ist der Verzicht auf die Nutzung der Facebook-Dienste eine Option, die Sie in Betracht ziehen könnten. […]

Wenn Sie unternehmerisch entscheiden, dann müssen Sie eine Risikoabschätzung vornehmen und abwägen, ob ein Risikoposten von ca. 5.000 Euro für Sie infrage kommt”

Quelle: Rechtsanwalt Dr. Thomas Schwenke bei Allfacebook.de

Und da sag ich einfach mal: “Nee!”. Das Risiko ist mir die blöde Facebook Seite nicht wert, weil sie mir sowieso schon auf den Keks geht. Es kann sein, dass sich die Lage wieder entspannt, aber ich habe die Fanseite jetzt erst mal deaktiviert. Ob ich sie wieder aktiviere, kann ich noch nicht sagen. Ich hoffe einfach mal, dass Leute, die mich gern lesen, auch auf anderen Wegen her finden.

5 Replies to “Facebook oder nicht Facebook?

  1. Ich hatte auch eine Facebook Seite für meinen Zweitblog (für Babykram). Den Blog habe ich mittlerweile geschlossen und die Beiträge auf meinen Hauptblog gezogen, eben unter neuer Kategorie.
    Die Facebook Seite hätte ich aber auch geschlossen, wenn der Blog noch bestünde, aus den von Dir genannten Gründen.
    Wenn man kein Geld ausgibt ist es unwahrscheinlich, dass einen neue Leute finden und selbst die, die folgen, sehen nicht immer alles, sofern sie der Seite keine Priorität zuweisen, was aber eine Extrahandlung ist, die kaum jemand macht. So tingelte ich durch diverse Gruppen, streute hier und da mal einen Kommentar mit Verweis auf meine Seite und auf den Blog, aber es tat sich kaum etwas, fraß dafür aber unendlich viel Zeit.
    Naja und das Generve war eben auch nicht toll, zumal es keine Trennung gab zwischen Seite und privatem Account.
    Dann noch die DSGVO dazu, nee danke.

    Liebe Grüße von der Brüllmaus
    die findet, dass Dein Blog wirklich hübsch ist :)

    1. Hi,

      ja, irgendwie ist es den ganzen Aufwand auf Facebook auch nicht wert für mich. Klar, Facebook will mit Werbung Geld verdienen, ist dann natürlich günstig für sie, wenn nicht alle Follower die Beiträge sehen…

      Freut mich aber, dass dir mein Blog gefällt, danke :)
      Liebe Grüße,
      Julia

  2. Hallo, ich habe meine Facebook-Präsenz auch auf Eis gelegt, einfach weil mich Facebook generell ziemlich annervt. Das Thema Datenschutz ist natürlich im Grunde auch eine Art Todesurteil gewesen, denn das Risiko einer Abmahnung kann man kaum ausschließen.
    Also ich konzentriere mich lieber auf den Blog, so wie dieser ursprünglich gedacht war :-)

    1. Hi Tasos,

      ja, genau, war bei mir auch so, dass die Datenschutzsache, der Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Letztendlich finde ich es auch schöner, Inhalte über den Blog zu veröffentlichen, als über andere Plattformen, weil man dann immer von denen abhängig ist. Auf der anderen Seite kann Social Media natürlich auch helfen den Blog bekannter zu machen…

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