Blogstöckchen zum Pen&Paper Rollenspiel

Sorben von Gelbe Zeichen hat mir ein sogenanntes Blogstöckchen zu geworfen. Dabei handelt es sich um 10 Fragen zum Thema Rollenspiel. Also auf geht’s!

1. Welches Rollenspielprodukt hat dich persönlich am meisten geprägt?
Vermutlich “Das Schwarze Auge” (DSA), da es das erste System ist, das ich gespielt habe und es daher meist unbewusst noch als Vergleichswert für andere Systeme verwende. Da es bei DSA beispielsweise sehr viele verschiedene Fertigkeiten gibt, habe ich bei System mit weniger Fertigkeiten manchmal das Gefühl “Ich kann ja so wenig”. Natürlich ist das nicht wirklich vergleichbar, da andere Systeme Fertigkeiten dann halt eher unter einem Begriff gruppieren.

Das ist übrigens mein erster RPG Charakter :)
mein-erster-rpg-charakter

2. Wenn du heute nochmal eine Spielrunde starten könntest, die inhaltlich und vom Stil her genau so läuft wie deine allererste, würde das funktionieren? Warum?

Ich glaube es würde schwierig werden die Leute noch mal in der Konstellation so zusammen zu bekommen. Ich kann allerdings nicht mehr wirklich sagen, was unseren Spielstil damals ausgemacht hat.
Damals gab es für DSA auch noch so genannte “Solo-Abenteuer”, die waren so wie diese Du-entscheidest-selbst-Bücher, wo man sich für etwas entscheiden konnte und dann stand da wo man weiter lesen soll. Kennt das noch jemand? Gibt es das noch? Das haben wir damals gemacht, wenn mal jemand öfters keine Zeit hatte und dadurch in der Stufe hinterher war und somit wieder aufholen sollte.
Heutzutage steigen wir alle immer gleichzeitig eine Stufe auf, auch wenn man jemand gefehlt hat.

3. Was vermisst du heute am Rollenspiel, was vor 20 Jahren (bzw. in den ersten Jahren, als du angefangen hast) noch anders und viel besser war?

Also auf 20 Jahre Rollenspiel komme ich noch nicht, ich glaube eher so 10 oder 12 ;)
Ich glaube zu Schulzeiten hatte man einfach noch mehr Zeit um sich zu treffen, wo bei ich auch jetzt noch halbwegs regelmäßige Runden habe.
Was vielleicht noch ein Vorteil früher war: Ich kannte noch nicht so viele Monster und Geheimnisse der Systeme und konnte daher Dinge mit meinem Charakter zusammen entdecken. In Systemen wie Chtulhu macht das einfach mehr Spaß, als wenn man als Spieler schon weiß “Ach, das ist Monster XY, das kann das und das” und sich dann als Charakter aber noch mal unwissend stellen muss.

4. Welche Settings sind im deutschsprachigen Raum deiner Meinung nach völlig unterrepräsentiert?
Ich habe ehrlich gesagt keinen umfassenden Überblick, was es alles an Systemen im deutschsprachigem Raum gibt. Da die meisten Leute mit denen ich spiele gut Englisch können, bedienen wir uns auch an englischsprachigen Systemen. Sollte dann immer noch etwas fehlen, haben wir in solchen Fällen auch schon mal mit generischen Systemen wie GURPS gespielt. Damit hatten wir zum Beispiel auch schon mal eine Runde mit Superhelden und ein Endzeit-Szenario.

5. Wie würdest du deinen Spielstil/Spielleiterstil beschreiben? Bist du ein Freund des Power Gaming oder des Atmosphärenspiels?

Ich bin definitiv ein Freund des Athmospärespiels. Wenn man eine Idee für eine coole Aktion hat, die man machen möchte, finde ich es schön wenn man an der Stelle etwas improvisiert auch wenn das System vielleicht gerade keine passende Regel dafür bereit hält (und es natürlich nicht völlig abwegig ist). Lange Regeldiskussionen und Würfel-Orgien begeistern mich nicht.

6. Dein Charakter liegt nach einem epischen Kampf im Sterben, es gibt keine Heilung, was sind seine Letzten Worte?

Das hängt natürlich vom Charakter ab. Fiji, meine gnomische Alchemistin, die ich gerade in Pathfinder spiele, würde vermutlich darum bitten, dass sich jemand um ihre Katze kümmert. Die meisten Charakter würden vermutlich auch den Rest dem Rest der Gruppe sagen, sie sollen die aktuelle Aufgabe zu Ende bringen und die Schurken zur Strecke bringen!

Mein aktueller Rollenspiel Charakter Fiji

7. Wenn du die Wahl hättest, würdest du auf 20% deiner Arbeitszeit und deines Gehalts verzichten, um mehr Zeit für Privates zu haben?
Vor etwa einem halben Jahr habe ich mich entschieden auf etwa 10% meiner Arbeitszeit und meines Gehalts zu verzichten um mehr Freizeit zu haben. Ich bereue es nicht ;) Es ist natürlich immer eine Frage, ob man sich das finanziell leisten kann.

8. Welches ist dein Lieblingswürfel und warum?
Da ich mit DSA angefangen habe und auch eine Weile Dungeons und Dragons sowie Pathfinder gespielt habe, ist für mich der archetypische Rollenspielwürfel der W20. Und auch die “Natural 20!” wäre ohne ihn nicht denkbar. Mein erster Rollenspielwürfel war glaube ich ein transparenter W20 mit weißen Zahlen, der sich allerdings als nicht so gut lesbar erwiesen hat. Daher benutze ich momentan einen hellgrünen mit weißen Zahlen.

9. In welchem Film-/Serien-/Buch-/Computerspiel-Universum würdest du am liebsten ein paar Monate Urlaub machen (vorausgesetzt, man garantiert dir, dass du überlebst?)

Meine erste Idee war die Welt von Sherlock Holmes um dort mit ihm Kriminalfälle zu lösen. Ich finde Sherlock Holmes einfach einen super spannenden Charakter. Aber ich glaube, er ist auch sehr anstrengend. Ein Fantasy-Setting wäre bestimmt auch ganz cool, aber im Urlaub hätte ich es schon gern komfortabel. Daher meine finale Entscheidung: Die Enterprise wäre ganz cool. Ja, ich mag auch Star Wars, aber Star Trek hat nun mal Holo Decks und Essens-Replikatoren und man kann sich beamen, während man im Weltraum rumfliegt. Das stelle ich mir echt schon ganz cool vor :D

10. Eine Film- oder Fernsehadaption deines Lebens … was für ein Genre hätte sie?

Puh, gar nicht so einfach. Ich würde mal sagen eine nerdige Comedy Serie, ein wenig in Richtung Community, IT-Crowd und The Gamers. Also mit viele nerdige Charaktere, die allesamt leicht seltsam aber dennoch liebenswert sind. :)

So und nun werfe ich mal mein Blogstöckchen weiter zu Eleanora von Eleanoras Gewandungsschmiede, mit ihr spiele ich nämlich zusammen. Außerdem zu Hana und Nria von Mondkunst sowie der Wurzelgnomität aus dem Wurzelpalast, von der ich weiß, dass sie einen ganz tollen Luxus-Würfelbeutel hat. Wenn ihr also Lust und Zeit habt, freue ich mich auf eure Antworten.

Hier sind meine leicht modifizierten Fragen:

1. Welches Rollenspielprodukt hat dich persönlich am meisten geprägt?
2. Was war dein erster Rollenspiel-Charakter und würdest du ihn heute noch mal so spielen? Warum?
3. Was vermisst du heute am Rollenspiel, was vor 20 Jahren (bzw. in den ersten Jahren, als du angefangen hast) noch anders und viel besser war?
4. Welches Regelwerk würdest du gern spielen, aber bist bisher noch nicht dazu gekommen?
5. Wie würdest du deinen Spielstil/Spielleiterstil beschreiben? Bist du ein Freund des Power Gaming oder des Atmosphärenspiels?
6. Dein Charakter liegt nach einem epischen Kampf im Sterben, es gibt keine Heilung, was sind seine Letzten Worte?
7. Hast du eher Glück oder Pech beim Würfeln? Wie gehst du mit Würfeln um, die immer schlecht würfeln?
8. Welches ist dein Lieblingswürfel und warum?
9. In welchem Film-/Serien-/Buch-/Computerspiel-Universum würdest du am liebsten ein paar Monate Urlaub machen (vorausgesetzt, man garantiert dir, dass du überlebst?)
10. Eine Film- oder Fernsehadaption deines Lebens … was für ein Genre hätte sie?

Jeder andere der Lust hat, darf natürlich auch mitmachen.

P.S.: Eleanora und Hana und Nria haben auch mitgemacht :)

6 Replies to “Blogstöckchen zum Pen&Paper Rollenspiel

  1. Hey, danke fürs mitmachen. Leider habe ich meinen ersten Char nicht mehr, weder als Blatt noch sonst welche Aufzeichnungen. Star Trek wäre wirklich genial… wegen den Holodecks, die Folgen fand ich auch immer sehr cool und natürlich Data :)

    1. Die Stadt auf der Karte ist Sandpoint (weiß nicht, wie sie in der Deutschen Version heißt), das ist in Magnimar. Stimmt, wenn man mal von den benachbarten Goblins absieht, ist es da schon ganz nett ;)

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