Ausprobiert: Zero Waste Rasierer

Zu sagen, dass ich nach dem Prinzip Zero Waste lebe (also anstrebe gar keinen Müll zu produzieren), wäre übertrieben. Aber ich versuche schon hin und wieder meinen Beitrag dazu zu tun um Müll zu vermeiden. In meiner Stadt gibt es seit einer Weile einen Unverpackt Laden, den ich hin und wieder besuche.

Dort gibt es auch so genannte Zero Waste Rasierer. Und da ich es Leid war mir mehr oder weniger regelmäßig diese pinken Plastikdinger zuzulegen, habe ich mal beschlossen das auszuprobieren. Klar kann man für die Plastikdinger neue Klingen neu kaufen und ersetzen. Aber dabei gibt es zwei Probleme: 1) Man muss erst mal wissen, welches Modell man hatte um passende Klingen zu finden und 2) irgendwann bricht von dem Plastikzeug was ab oder die Dinger fangen an zu rosten oder man bekommt sie nicht mehr richtig sauber.

Ausprobiert: Zero Waste Rasierer

Zero Waste Rasierer klingt jetzt erst mal super modern und so, ist es aber eigentlich gar nicht. Diese Art Rasierer nennt man Rasierhobel und so etwas gab es schon um 1900 rum. (Tatsächlich habe ich neulich “The Crown” gesehen, wo es um die Queen geht, und in einer Szene benutzt ihr Mann so ein Ding).

Da auf Twitter ein paar Leute gern mehr dazu wissen wollten, habe ich hier mal ein paar Fragen dazu beantwortet:

Schneidet man sich damit schneller?

Wichtig ist, dass man die Rasierklinge nicht direkt an den langen Seiten anfasst oder drüber wischt. Denn die sind natürlich scharf. Ich hatte beim Rasieren erst ein bisschen Angst mich zu schneiden und habe vorsichtig angefangen (auf Grund des Materials ist der Rasierer auch etwas schwerer als Plastikrasierer, ich finde das schafft Respekt). Ich habe mich mit dem Rasierer aber nicht häufiger geschnitten als mit einem anderen Rasierer.

Rasierhobel

Hat man wirklich gar keinen Müll?

Rasierklingen muss man trotzdem hin und wieder neue kaufen. Das sind dann aber wirklich nur einzelne Klingen aus Metall und nicht so 5 Klingen mit Plastik und Gitter und Gedöns drum.

Ist der Rasierer langlebig?

Mein Rasierer ist aus Edelstahl und lässt sich zum Reinigen und zum Wechseln der Klinge in 3 Teile zerlegen. Durch das Material lässt er sich gut reinigen. Die einzelnen Teile werden zusammen geschraubt, wobei der Teil zum Schrauben keine richtige Schraube ist (die man verlieren könnte) sondern an dem obersten Teil dran ist.
Ich habe mir meinen Rasierer im November gekauft und bisher sieht der noch ziemlich gut aus. Also ich würde auf jeden Fall sagen, dass der eine Weile halten wird.

Zero Waste Rasierer in Einzelteilen

Ist das teurer als die Plastik-Dinger?

Die Anschaffungskosten sind höher als bei den Plastikdingern (Ich habe für meinen 30€ bezahlt). Dafür sind die Rasierklingen günstiger (ca. 1,50€ für 5 Stück). Also eher umgekehrt als bei den Plastikdingern.

Wo bekommt man so etwas?

Ich habe mein Modell, wie gesagt, im lokalen Unverpackt Laden bekommen, es gibt das Modell aber auch online zum Beispiel in diesem Shop. Es reicht aber auch bei Amazon nach “Rasierhobel” zu suchen um eine ganz gute Auswahl zu bekommen.

Und für die Nerds: Ist das LARP-tauglich?

Sollte man so was mal rumliegen lassen, ist es auf jeden Fall dem Ambiente zuträglicher als Plastik-Rasierer.

Insgesamt bin ich ganz zufrieden mit dem Dinge und freue mich, dass ich keine pinken (die für Frauen sind immer pink!) Plastikdinger mehr kaufen brauche. (Und nein, ich werde nicht von irgendwem bezahlt diesen Artikel zu schreiben).

5 Replies to “Ausprobiert: Zero Waste Rasierer

  1. Liebe Julia,
    Du schreibst, du hast dich nicht öfter geschnitten? Ich habe mich noch NIE mit den Plastikdingern geschnitten…. Was bedeutet das also? (Wo ist der Angst-Smiley?)
    Viele Grüße, Izabella

  2. Die Dinger gibt es inzwischen sogar bei DM (aber nur online. Warum auch immer). Mein Freund hat seit zwei Jahren oder so einen, den ich inzwischen auch für meine Achseln benutze (ich hatte mal Frauenrasierer, fand die doof und erstaunlich ineffektiv und hab dann den alten von meinem Opa übernommen, bevor ich aufgehört hab, mir die Beine überhaupt zu rasieren und zum glücklichen Wookie geworden bin). Ich mag den total gerne und würde mir auch einen eigenen zulegen, aber einer reicht ja im Haushalt auch (und mein Freund hat nix dagegen). :)

  3. Interessant. Da habe ich bisher noch nie drüber nachgedacht. Ich kaufe aber auch nur zweimal im Jahr ein neues Paket klingen (ich weiß, welchen Rasierer ich habe und er ist türkis, nicht rosa ;) ) und der Rasierer selbst wird vielleicht alle 5 Jahre ausgetauscht. Daher hatte ich bisher nicht das Gefühl, da besonders viel Müll zu produzieren. bei Einwegrasierern würde das schon anders aussehen.
    Aber du hast prinzipiell schon recht. Und wenn die jetzige Packung aufgebraucht ist, werde ich mich da mal mit beschäftigen.
    LG Lexa

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