12xKreativ #1: Mein erster Versuch mit einem 3D-Drucker

Ich mache dieses Jahr bei der 12xKreativ Challenge von Anne von “vom Landleben” mit. Dabei geht es darum jeden Monat einen neue kreative Sache auszuprobieren, zum Beispiel einen neue Technik oder ein neues Material oder Medium. Da ich gerne kreativ bin und dabei auch gern neue Sachen ausprobiere, passt dieses Challenge perfekt für mich.

#12xkreativ - Kreativ-Challenge 2018

Als erstes Thema dafür habe ich mir ausgesucht: 3D-Druck!

Ende letztens Jahres stellte ich nämlich fest, dass es in meiner Stadt ein so genanntes FabLab gibt. Ein FabLab, was ist das denn? Wikipedia erklärt das so:

Ein FabLab (engl. fabrication laboratory – Fabrikationslabor), manchmal auch offene Werkstatt oder MakerSpace, ist eine offene, demokratische Werkstatt mit dem Ziel, Privatpersonen den Zugang zu Produktionsmitteln und modernen industriellen Produktionsverfahren für Einzelstücke zu ermöglichen. Typische Geräte sind 3D-Drucker, Laser-Cutter, CNC-Maschinen […]

Ein Ort wo ich etwas an Maschinen wie 3D-Druckern und Lasercuttern machen kann? Ohne mir soetwas kaufen zu müssen? Großartig! Ich bin also diesen Monat dort vorbei gegangen und habe dort eine kleine Führung bekommen. Um die Geräte benutzen zu können, muss man zuerst eine Einweisung für das jeweilige Gerät mitmachen und darf das Gerät dann – wenn das FabLab geöffnet hat – gegen eine geringe Gebühr nutzen.

Diesen Monat habe ich dann eine Geräteeinführung für die 3D-Drucker Ultimaker Original und Ultimaker Original + mitgemacht. Um etwas mit einem 3D-Drucker zu drucken braucht man zunächst ein 3D-Modell. Und natürlich hat das Internet dafür eine Lösung: Zum Beispiel auf Thingiverse gibt es unzählige Modelle, die man sich kostenlos herunterladen kann.

Fortgeschrittene können solche Modelle natürlich auch selbst erstellen oder bestehende Modelle anpassen. Soweit bin ich aber noch nicht (also fragt mich nicht, wie man das macht!).

Wenn man nun also ein Modell hat, was man Drucken möchte, gibt es ein Programm in dem man das Modell für den Druck vorbereitet. In der Einführung lernte ich wie man das mit dem Programm Cura macht. Das gibt es kostenlos und für verschiedene Betriebssysteme.

Ihr könnt euch einen 3D-Drucker wie eine Art Heißklebepistole vorstellen, die von einer Maschine bewegt wird. Das Material mit dem gedruckt wird, ist eine Art Plastikschnur, die man Filament nennt. Diese gibt es auch in verschiedenen Farben. Der 3D-Drucker schmilzt das Material (wie eine Heißklebepistole nur viel feiner) und der Druckkopf, aus dem das Material raus kommt, wird an die entsprechende Stelle positioniert, so dass am Ende das Modell dabei heraus kommt.

In dem Programm kann man dann einige Einstellungen vornehmen, zum Beispiel wie heiß das Material erhitzt werden soll und mit welcher Geschwindigkeit gedruckt werden soll. Um Material und Zeit zu sparen, müssen Objekte, die von außen solide erscheinen auch nicht komplett mit Material gefüllt werden, sondern nur mit einer Art Gitter (um Stabilität zu geben).

In diesem Moment war ich schon recht froh, dass ich den Einführungskurs mitgemacht habe. Die beiden FabLab-Mitglieder, die den Kurs gegeben haben, hatten da anscheinend schon einiges ausprobiert und wussten, welche Einstellungen bei den Druckern am besten funktionieren.

Das Programm kann einem dann auch ausrechnen, wie lange der Druck dauern wird und wie viel Material verbraucht wird (das ist auch wichtig für die Abrechnung mit dem FabLab).

Hat man die entsprechenden Einstellungen für den Druck des Modells vorbereitet, speichert man diese auf eine SD-Karte, die man dann in den 3D-Drucker steckt. Dann muss man noch ein paar Einstellungen vornehmen und kann loslegen.

Nachdem ich den Einführungskurs absolviert hatte, wollte ich das ganze natürlich auch gleich mal ausprobieren. Ich habe mir dieses Modell einer Katze bei Thingiverse ausgesucht, weil es mir relativ simpel und klein erschien. Laut Programm sollte der Druck ca. 40 Minuten dauern und etwa 6 Gramm Material verbrauchen, was mich rund 15 Cent an Material kosten würde (dazu kommt noch eine geringe Gebühr für die Gerätenutzung).

Der Rand, den man unten an der rechten Katze noch sehen kann, dient zum einen um das Gerät einzustellen und zum anderen, damit das Modell nicht auf der Platte rumrutscht. Man kann den Teil später abbrechen.

Am Anfang lief auch alles gut beim Druck, aber leider hatte der Drucker kurz vor Ende des Drucks irgendein Problem. Daher fehlt der Katze leider ein Teil des Kopfes… Mit Hilfe eines FabLab Mitglieds unternahm ich dann noch einen zweiten Versuch, aber leider hatte der Drucker wieder an der gleichen Stelle Probleme.

Leider habe ich keine besseren Fotos vom Drucken an sich gemacht… Es war so aufregend ;)

Dies Mal konnten wir zwar ein bisschen gegensteuern, aber leider wurde auch dieser Versuch nicht ganz erfolgreich. Für den Abend habe ich dann erst mal Schluss gemacht, da es dann doch schon relativ spät war und ich nicht noch mal 40 Minuten warten wollte.

Zugegeben, bin ich schon ein bisschen enttäuscht, dass meine Versuche für den Anfang noch nicht so gut geworden sind. Dennoch habe ich viel gelernt und werde es noch mal probieren.

Mit 3D-Druckern kann man zum Beispiel auch Miniatur-Figuren fürs Pen&Paper Drucken, da gibt es ganz viele Modelle auf Thingiverse. Vielleicht wird das mein nächstes Projekt.

Wenn du jetzt denkst “Toll, das möchte ich auch machen! Gibt es bei mir auch ein FabLab?” Hier gibt es eine Karte sämtlicher FabLabs: https://www.fablabs.io/labs/map

Habt ihr schon mal etwas mit einem 3D-Drucker gemacht? Wenn ja, was? Oder was würdet ihr gern drucken, wenn ihr die Möglichkeit hättet?

P.S.: Hier gibt es noch eine weitere Karte mit FabLabs und Makerspaces

6 Replies to “12xKreativ #1: Mein erster Versuch mit einem 3D-Drucker

  1. Spannendes Thema, daran würde ich auch gern mal arbeiten .. obwohl ich gar nicht wüsste, was genau.
    Ein Bekannter hat mir vor einer ganzen Weile mal Keksausstecher in Nähmaschinen- und Scherenform gedruckt, das war eigentlich ganz witzig. Allerdings ist es wirklich eine Fummelei gewesen, damit Kekse auszustechen und heile auf’s Blech zu bringen.

    Liebe Grüße,
    Ronja

  2. Oh, superspannend! Wir haben zwar kein FabLab, aber was vergleichbares, allerdings traue ich mich aktuell noch nicht so richtig da hin (allerdings gibt’s das auch nur im Quasi-Abo). Mal sehen, wann die Tag der offenen Tür haben, zum Reinschnuppern.
    Ich bin jedenfalls gespannt auf weitere 3D-Projekte von dir, und Thingiverse ist ein eeecht fieses Minutengrab. :D

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