Blogst Bar Camp 2015

Letzte Woche fand das Blogst Bar Camp 2015 in Hamburg statt. Das ist eine Un-Konferenz zum Thema Bloggen. Da ich gerne noch mehr übers Bloggen lernen und meinen Blog verbessern möchte, habe ich dort mitgemacht und berichte nun hier wie es war.

Namenschild mit der Aufschrift "Julia" und "Grüne Würfel"vom Blogst Bar Camp 2015

Was ist ein Bar Camp bzw. eine Un-Konferenz?

Bei einer gewöhnlichen Konferenz gibt es normalerweise Experten zu gewissen Themen, die dort eingeladen werden um zu einem Thema einen Vortrag oder einen Workshop zu geben. Das Programm steht meist im voraus fest. Bei einer Un-Konferenz kann jeder der Besucher eine Session zu einem Thema vorschlagen und dazu einen Vortrag halten, einen Workshop starten oder eine Diskussion leiten. Am Anfang der Un-Konferenz werden alle Themen vorgeschlagen, ein Zeitplan festgelegt und – wenn es zu viele Themen Vorschläge gibt – abgestimmt an welchen Themen am meisten Interesse besteht. Es können auch verschiedene Vorträge zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Räumen statt finden.

Ich sehe das immer etwas zwiegespalten: Auf der einen Seite kann man sich dann aussuchen, was einen am meisten interessiert, auf der anderen Seite ist es auch hin und wieder schwierig sich zu entscheiden, wenn mehrere spannende Themen gleichzeitig statt finden.

Der Ablauf

Zu Anfang gab es erst mal eine Begrüßung durch die beiden Veranstalterinnen Ricarda von 23qmstil.de und Clara von tastesheriff.com. Danach folgte eine kurze Vorstellungsrunde, bei der sich aller Teilnehmerinnen (eindeutig in der Überzahl) und Teilnehmer kurz vorstellen sollten. Da wir ziemlich viele Leute waren, sollten wir uns kurz fassen und nur unseren Namen, Namen des Blogs und 3 Hashtags nennen, die einen selbst oder den Blog beschreiben. Gar nicht so einfach, sich da auf 3 Begriffe festzulegen. Bei mir war es dann:

Hallo, ich bin Julia, mein Blog ist „Grüne Würfel“ und meine Hashtags sind #selbermachen, #Rollenspiel und #Nerd.

Das war schon mal ganz gut um so einen groben Überblick über die Leute und Blogthemen zu erhalten.

Anschließend wurden verschiedene Themen für die Sessions vorgestellt und ein Programm geplant.

Es gab viele verschiedene Sessions, ich konnte mich für viele davon begeistern, aber leider kann man ja immer nur an einem Platz zur Zeit sein. Ich erzähle dir mal von denen, an denen ich teilgenommen habe.

Sketchnotes Questions & Answers

Die erste Session, die ich besucht habe, ging um Sketchnotes und wurde von Frau Hölle präsentiert. Sketchnotes sind Notizen, die nicht nur aus Text bestehen sondern auch mit kleinen Bildern visualisiert werden.

Ich wusste zwar schon, was Sketchnotes sind und finde das auch sehr spannend, aber habe mich da selbst noch nicht ran getraut. Und eigentlich kann ich mich auch nicht damit rausreden, dass ich nicht zeichnen kann, denn bei Sketchnotes geht weniger darum, dass es gut aussieht, sondern, dass man erkennen kann was gemeint ist.

Wir lernten dort unter anderem, das man sich für Sketchnotes bei Icons Inspirieren lassen kann und wasserfeste Stifte hilfreich sind, weil sie nicht verwischen und man sie auch mit anderen Stiften übermalen kann. Außerdem gilt – wie überall – üben, üben, üben! Dazu kann man zum Beispiel bei der #30TageSketchnoteChallenge mitmachen.

Kooperationen

Als zweite Session habe ich mir etwas zum Thema Kooperationen angehört. Dazu habe ich selbst noch keine Erfahrungen und fand das Thema daher interessant.

Wichtig bei Kooperation ist, sich vorher klar zu machen, was man machen möchte, und was nicht. Bin ich zum Beispiel damit einverstanden, wenn mein Kooperationspartner Bilder weiter verwendet, die ich für meinen Blog erstellt habe?

Hilfreich sei ein Media Kit anzulegen, doch Firmen würden nicht nur auf Reichweite (also wie viele Leser man hat), sondern natürlich auch auf Qualität der Beiträge wert legen.

Es waren auch ein paar Vertreter von Firmen anwesend, die gern Kooperationen mit Bloggern eingehen. So konnte man Erfahrungen und Meinungen von beide Seiten hören.

Mittagspause

Danach gab es eine Mittagpause, in der wir stärken, Small Talk betreiben und für das nächste Thema entscheiden konnten. Gewählt habe ich dann…

Infografiken

In dieser Session erklärte Gudrun Wegener erst einmal an Hand von verschiedenen Beispielen 13 grundsätzliche Tipps zum Thema Infografiken. Zum Beispiel, dass man gute Quellen benutzen und diesen auch angeben sollte und bei Farben und Schriften nicht zu viel durcheinander mischen sollte, weil es sonst schnell sehr unübersichtlich wird (die 13 Tipps findet man übrigens auch in ihrem Blog).
Anschließend stellte sie uns noch das online Tool Piktochart vor, mit dem man Infografiken erstellen kann.

Blog Optimierung

Dies war eine Art Workshop und wurde von den beiden Veranstalterinnen Clara und Ricarda moderiert. Wir Teilnehmer(innen) wurden in 3-er Gruppen eingeteilt und haben dann gegenseitig unsere Blogs angesehen und versucht Verbesserungsvorschläge zu geben. Ich persönlich fand das sehr hilfreich, denn zumindest bei mir stellt sich immer schnell eine Art Betriebsblindheit ein und es fällt mir nicht so einfach meinen Blog aus Leser-Sicht wahrzunehmen.

Nachdem wir etwas Zeit hatte uns in den Gruppen zu besprechen, wurden noch mal ein paar Blogs von den beiden Veranstalterinnen genauer unter die Lupe genommen. Unter anderem auch meiner… Erster Kritikpunkt: Man findet ihn nicht, wenn man bei Google nach „Grüne Würfel“ sucht. Dazu wurde mir vorgeschlagen, eventuell den Namen noch mal zu Ändern. Ich bin davon nicht zu begeistert, daher werde ich mal gucken, ob ich das mit SEO (also Suchmaschinen Optimierung) nicht noch verbessern kann. Außerdem sei nicht auf Anhieb klar, worum es in meinem Blog geht. (Darum habe ich nun einen kleinen Bergrüßungstext in der Leiste an der Seite hinzugefügt.)

Um ehrlich zu sein, fand ich es zunächst doch ein wenig unangenehm vor ein paar mehr Leuten eher negative Kritik zu meinem Blog zu erhalten. Schließlich habe ich doch eine Menge Arbeit in Grüne Würfel gesteckt. Daher brauchte ich einen Moment bevor ich begriff, dass es berechtigte und konstruktive Kritik war und sie mir einen Möglichkeit gibt, den Blog zu verbessern. Ich werde definitiv an den angesprochenen Punkten arbeiten :)

Blog Usability

Als Letztes gab es noch mal einen Beitrag von Frau Hölle. Hier ging es um die Usability, also die Benutzerfreundlichkeit von Blogs. Es gibt mittlerweile so viele Blogs und es werden täglich mehr, da sind nicht nur gute Inhalte und ein schönes Design nötig um positiv aufzufallen, sondern auch gute Bedienbarkeit. Dazu gab es erst ein paar Hinweise worauf man achten sollte („Funktioniert mein Blog so wie erwartet?“) und dann haben wir uns noch mal ein paar Blogs als Beispiele angesehen und besprochen, was man daran verbessern könnte. Auch hier habe ich einiges gelernt, was ich auf meinen eigenen Blog anwenden kann.

Und das war dann auch schon die letzte Session. Es folgte noch eine kurze Abschieds- und Danke-sag-Rede der Veranstalterinnen, ein bisschen Small Talk und dann war das Bar Camp auch vorbei. Ich weiß auch nicht, ob ich an dem Tag noch viel Informationen hätte aufnehmen können. Ich war noch den Abend dabei, über das gelernte nachzudenken und wie ich es am besten anwenden kann.

Was kostet der Spaß?

Das Blogst Bar Camp hat 49€ gekostet. Dafür konnte man an den verschiedenen Session teilnehmen, hatte zwischendurch die Möglichkeit sich mit anderen Teilnehmern zu unterhalten und wurde mit Getränken, Mittagessen und Snacks versorgt. Außerdem gab es ein Goodie-Bag mit (Werbe-) Geschenken der Sponsoren. Alles in allem finde ich den Preis für die Veranstaltung in Ordnung.

Mein Fazit

Ich hatte Spaß, habe neue nette Leute getroffen und viel gelernt. Ich habe nun einige Dinge auf meiner To-Do Liste, die ich an diesem Blog verbessern möchte!
Ich finde, es hat sich für mich gelohnt und ich würde wieder teilnehmen und es auch anderen Bloggern empfehlen!

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